China will mit Handyortung Verkehrsprobleme lösen

In Peking soll ab Juni ein System zur genauen Ortung von Millionen Handynutzern getestet werden, das Fragen zum Schutz der Privatsphäre aufwirft. Wie die chinesische Zeitung „Global Times“ heute unter Berufung auf den städtischen Ausschuss für Wissenschaft und Technologie berichtete, ermöglicht das Projekt, die Bewegungen von 17 Millionen Kunden der Telekomgesellschaft China Mobile in der Hauptstadt zu verfolgen.

Belastete Verkehrsrouten erheben

Mit dem System ließen sich der Verkehr und die Bewegungen der Bevölkerung besser überwachen, indem Routen sowie Abfahrts- und Ankunftszeiten registriert würden. Zudem ließen sich damit wesentlich genauere Daten als mit einer Volkszählung erreichen, so der Bericht, da etwa während der Ferien die Menschen wesentlich mobiler seien. Möglich seien auch Erkenntnisse zur Zahl von Wanderarbeitern.

Angesichts der Befürchtungen, dass Persönlichkeitsrechte und Datenschutz bedroht sein könnten, versicherten die Projektverantwortlichen laut „Global Times“, persönliche Daten würden nicht veröffentlicht.