Japan: Takeaki Matsumoto neuer Außenminister

Japan hat einen neuen Außenminister: Takeaki Matsumoto tritt die Nachfolge von Seiji Maehara an, der am Wochenende im Zusammenhang mit einer illegalen Spendenaffäre zurückgetreten war. Regierungssprecher Yukio Edano sagte heute, Ministerpräsident Naoto Kan habe sich für Matsumoto entschieden, weil er fähig sei, über großes Wissen verfüge und die Kontinuität der japanischen Diplomatie gewährleisten werde.

Der 51-jährige ehemalige Banker Matsumoto entstammt einer prominenten Politikerdynastie. Sein Ururgroßvater Hirofumi Ito war der erste japanische Regierungschef zur Zeit der Meiji-Ära Ende des 19. Jahrhunderts. Der neue Außenminister verdiente sich seine Sporen als Sekretär seines Vaters Juro Matsumoto, der 1989/90 an der Spitze der Verteidigungsbehörde - mittlerweile Verteidigungsministerium - stand.

Matsumoto senior war Mitglied der rechtsgerichteten Liberal-Demokratischen Partei (LDP), die Japan nahezu ununterbrochen mehr als 50 Jahre lang regierte. Sein Sohn schloss sich der linksbürgerlichen Demokratischen Partei Japans (DPJ) an, der es bei der Parlamentswahl 2009 gelang, das Machtmonopol der LDP zu brechen.