Elfenbeinküste: Regierung verhängt Flugverbot gegen UNO

Die Regierung des international nicht anerkannten Präsidenten der Elfenbeinküste, Laurent Gbagbo, hat gegen die UNO-Mission in seinem Land ein Flugverbot verhängt. Flugzeuge der UNO-Mission UNOCI und der französischen Mission Licorne dürften das Land künftig nicht mehr überfliegen oder dort landen, hieß es in einem gestern Abend im Fernsehen verlesenen Erlass Gbagbos.

In „Ausnahmen“ sei das nach vorheriger Genehmigung durch das Verkehrsministerium aber möglich. Die Maßnahme solle die „Vollkommenheit und die Integrität“ des Landes bewahren.

Krisentreffen in Äthiopien

Die Gbagbo-Regierung gab die Verhängung des Flugverbots wenige Stunden nach dem Abflug von Alassane Ouattara nach Äthiopien zu Beratungen von Vertretern der Afrikanischen Union (AU) über die Krise in der Elfenbeinküste bekannt. Ouattara wird international als Sieger der ivorischen Präsidentschaftswahl anerkannt. Es ist seine erste Auslandsreise, seit sowohl er als auch Gbagbo sich als Präsidenten vereidigen ließen.