Elfenbeinküste: Bis zu 30 Zivilisten bei Angriff getötet

Bei einem schweren Angriff von Truppen des international nicht anerkannten Präsidenten Laurent Gbagbo in der Elfenbeinküste sind gestern nach UNO-Angaben bis zu 30 Zivilisten getötet worden.

Ein Sprecher der UNO-Mission in der Elfenbeinküste, Hamadane Toure, sagte, Gbagbos Truppen hätten Raketen auf einen Markt in der Millionenmetropole Abidjan gefeuert. Die Opfer seien „unschuldige Zivilisten“ gewesen.

Der Angriff ereignete sich den Angaben zufolge im Stadtteil Abobo, in dem vor allem Anhänger des von der internationalen Gemeinschaft als Sieger der Präsidentschaftswahl anerkannten Alassane Ouattara leben.

„Mindestens sechs Raketen“

Laut Toure befand sich gerade ein UNO-Team in Abobo und sah, wie Gbagbos Truppen mindestens sechs Raketen auf den Markt und dessen Umgebung feuerten. 25 bis 30 Menschen seien getötet worden. Zwischen 40 und 60 Menschen seien verletzt worden. Die UNO-Mission ONUCI hatte erst gestern bekanntgegeben, dass in dem seit der Präsidentschaftswahl von Ende November andauernden Kampf zwischen den Lagern Gbabgos und Ouattaras bereits mehr als 400 Menschen getötet wurden.