Neue Proteste bei Begräbnis in Syrien erwartet

Ein Ende der Proteste in Syrien ist nicht abzusehen. Heute wollten Regimegegner bei der Trauerfeier für einen jungen Mann, der am Wochenende in der Stadt Daraa bei einer Protestaktion von den Sicherheitskräften getötet worden war, erneut für Freiheit und Demokratie demonstrieren. Es wird erwartet, dass Sympathisanten aus anderen Regionen des Landes versuchen werden, sich dem Trauerzug anzuschließen.

In der Stadt Daraa, die südlich von Damaskus liegt, waren in den vergangenen Tagen insgesamt fünf Demonstranten getötet worden. Gestern hatten Gegner des Regimes von Präsident Baschar al-Assad in Daraa mehrere öffentliche Gebäude sowie Filialen einer Mobilfunkfirma angezündet, die einem Vertrauten des Präsidenten gehört.

Die Demonstranten fordern ein Ende des seit 48 Jahren geltenden Ausnahmezustands, Maßnahmen zur Bekämpfung der Korruption und Meinungsfreiheit. Al-Assad regiert Syrien mit eiserner Hand, so wie vor ihm bereits sein Vater, der 2000 starb. Politische Gegner landen schnell im Gefängnis. Der Geheimdienst ist omnipräsent.