F: Google muss wegen Street View Strafe zahlen

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Die französische Datenschutzbehörde CNIL hat heute bekanntgegeben, den US-Internetkonzern Google zur Zahlung einer Strafe in Höhe von 100.000 Euro verurteilt zu haben. Das sei die höchste Strafe, die die Behörde jemals verhängt habe, sagte CNIL-Generalsekretär Yann Padova der Tageszeitung „Le Parisien“.

Datenerfassung nicht angemeldet

Google muss die Strafe zahlen, weil das Unternehmen mit seinen Fahrzeugen, die die Straßen abfotografieren, auch WLAN-Positionsinformationen sowie Daten aus unverschlüsselten Drahtlosnetzen erfasst hatte. Google nutzt, wie andere Unternehmen auch, die Positionen öffentlich sichtbarer WLAN-Netze zur Verfeinerung seiner Navigationsfunktionen auf Google Maps.

Das Problem dabei: Google hat diese Datenerfassung nicht angemeldet, was Untersuchungen von Datenschutzbehörden in ganz Europa nach sich zog. Die Höhe der in Frankreich vergebenen Strafe dürfte Google allerdings nicht weiter tangieren. Der Konzern fuhr allein im vergangenen Quartal weltweit einen Gewinn von rund drei Milliarden Dollar (2,1 Mrd. Euro) ein.