König: Bahrain vereitelte „Komplott“ gegen Golfstaaten

Bahrain hat nach Aussage von König Hamad bin Issa al-Chalifa ein „ausländisches Komplott“ gegen die Golfstaaten vereitelt. In den vergangenen zwei bis drei Jahrzehnten sei ein „ausländisches Komplott“ vorbereitet worden, das von einem Golfstaat auf den nächsten hätte übergreifen sollen, sagte der Monarch nach Angaben staatlicher Medienberichte heute bei einem Treffen mit Vertretern des Golfkooperationsrats.

Die Organisation hatte in der vergangenen Woche mehr als tausend Soldaten nach Bahrain entsandt, um das durch eine Protestbewegung in Bedrängnis geratene Herrscherhaus zu unterstützen. „Ich gebe hiermit bekannt, dass diese Verschwörung durchkreuzt wurde“, sagte der König.

Indirekte Kritik am Einfluss des Iran

Die Protestbewegung in Bahrain wird vor allem von der schiitischen Bevölkerungsmehrheit getragen, die sich durch die sunnitische Herrscherdynastie des Königs benachteiligt fühlt. Mit seinen Äußerungen spielte der Monarch offenbar auf den schiitischen Iran an. Der Iran hatte bis 1971 fast zwei Jahrzehnte lang Anspruch auf Bahrain erhoben.

Seit der Islamischen Revolution rief Teheran immer wieder die Schiiten des Landes zu Aufständen gegen die sunnitische Führung auf. Im Streit über das Vorgehen der Sicherheitskräfte gegen die Protestbewegung hatten beide Länder in der vergangenen Woche ihre Botschafter in die Heimat zurückbeordert.