Militäroffensive in Elfenbeinküste ausgedehnt

Bewaffnete Anhänger des international anerkannten Präsidenten der Elfenbeinküste, Alassane Ouattara, haben ihre Militäroffensive auf den Süden des Landes ausgedehnt.

In der Nacht auf gestern hätten die Truppen die Stadt Bondoukou im Osten des Landes nahe Ghana unter ihre Kontrolle gebracht, sagte ein Einwohner, weitere Städte folgten offenbar. Anhänger von Ouattaras Gegner Laurent Gbagbo sollen in Abidschan mehrere Menschen getötet haben.

Offensive an drei Fronten

Vier Monate nach den umstrittenen Präsidentschaftswahlen wollen die Anhänger Ouattaras Gbagbo offenbar mit Gewalt in die Knie zwingen. Bereits am Vortag starteten Ouattaras Anhänger, die seit einem gescheiterten Putsch gegen Gbagbo im Jahr 2002 den Norden des Landes kontrollieren, eine Offensive an drei Fronten.

Einem Sprecher der Truppen und Einwohnern zufolge kontrollierten die Truppen am Dienstag neben Bondoukou auch die Städte Daloa im Zentrum sowie Duekoue im Westen des Landes. In Daloa gab es demnach Siegesfeiern.