Elfenbeinküste: UNO beschließt Sanktionen gegen Gbagbo

Fünf Monate nach der Präsidentschaftswahl in der Elfenbeinküste haben die Vereinten Nationen (UNO) Sanktionen gegen den Wahlverlierer Laurent Gbagbo beschlossen. Der frühere Präsident könne sie abwenden, wenn er endlich sein Amt dem Wahlsieger Alassane Ouattara zur Verfügung stelle, heißt es in einer Resolution, die von den 15 Mitgliedern des UNO-Sicherheitsrates einstimmig angenommen wurde.

Kämpfer Ouattaras ziehen in Hauptstadt ein

Anhänger des gewählten Präsidenten nahmen unterdessen nach Berichten von Einwohnern die Hauptstadt Yamoussoukro ein. Die Milizen von Ouattara kontrollierten die Stadt, hieß es auch bei den Streitkräften von Gbagbo, der seine Wahlniederlage vom November nicht akzeptieren will. „Ouattaras Kämpfer marschieren durch die Stadt“, sagte ein Militärvertreter Gbagbos Reuters am Telefon.

Die Truppen des international als Wahlsieger anerkannten Ouattara hatten zuletzt aus drei Richtungen eine Offensive gestartet, um Gbagbo zu entmachten. Bei den Kämpfen wurden nach Angaben der Vereinten Nationen 472 Menschen getötet. Die Elfenbeinküste ist der weltgrößte Kakaoexporteur.