Elfenbeinküste: Lage spitzt sich zu

Seit Monaten tobt in der Elfenbeinküste ein Machtkampf zwischen den Anhängern des abgewählten Präsidenten Laurent Gbagbo und Befürwortern des international anerkannten Präsidenten Alassane Ouattara. Nach Tagen besonders blutiger Gefechte scheint sich nun eine baldige Entscheidung abzuzeichnen.

Nachdem Gbagbo ein Rücktrittsultimatum verstreichen ließ, haben Ouattara-Gefolgsleute in der Nacht auf heute dessen Residenz in Abidjan angegriffen. Gbagbo hielt sich zu dem Zeitpunkt aber vermutlich gar nicht mehr darin auf - ein Botschafter berichtet, dass er womöglich untergetaucht sei. Eine Flucht ins Ausland ist jedoch kaum möglich.

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UNO-Mitarbeiterin getötet

In der Elfenbeinküste wurde eine schwedische Mitarbeiterin der Vereinten Nationen getötet. Wie das schwedische Außenministerium mitteilte, wurde die rund 30-jährige Frau von einer möglicherweise fehlgeleiteten Kugel getroffen und getötet. Sie war demnach in ihrem Haus in der Metropole Abidjan, als sie erschossen wurde. Das Ministerium gab keine weiteren Details bekannt.