Elfenbeinküste: Mindestens 800 Tote an einem Tag

Bei den gewaltsamen Auseinandersetzungen in der Elfenbeinküste sind in der Stadt Duekoue an einem einzigen Tag mindestens 800 Menschen getötet worden. Das teilte das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) gestern Abend in Genf unter Berufung auf Informationen aus der Elfenbeinküste mit. Die mindestens 800 Menschen seien am Dienstag getötet worden.

Erbitterte Kämpfe

Der blutige Kampf um die Macht in der Elfenbeinküste scheint zugunsten des Wahlsiegers Alassane Ouattara entschieden. Dennoch kämpften die noch verbliebenen Anhänger des amtierenden Präsidenten Laurent Gbagbo gestern in Abidjan erbittert gegen vorrückende Truppen Ouattaras.

In der Gegend des Präsidentenpalasts sowie nahe der Residenz des Staatsoberhaupts und bei einem Militärcamp werde noch immer gekämpft, berichtete Ouattara-Sprecher Patrich Achi in einem Telefoninterview des Senders BBC. Der Rest des Landes sei unter Kontrolle der Republikanischen Truppen (FRCI) Ouattaras.