Elfenbeinküste: Bereits über 1.000 Tote

Die Kämpfe in der Elfenbeinküste sind heute wieder aufgeflammt. In der Wirtschaftsmetropole Abidjan kam es nach einer ruhigen Nacht am Vormittag zu Schusswechseln zwischen Anhängern des noch amtierenden Präsidenten Laurent Gbagbo, der trotz einer klaren Wahlniederlage das Präsidentenbüro nicht räumen will, und den vorrückenden Truppen des Wahlsiegers Alassane Ouattara. Die Zahl der Todesopfer in dem Machtkampf ist inzwischen auf weit mehr als 1.000 gestiegen.

Bei einem Blutbad in der Stadt Duekoue im Westen des Landes wurden nach Angaben des Internationalen Roten Kreuzes (IRK) vermutlich am Dienstag mindestens 800 Menschen getötet. Das berichtete die IRK-Chefin in der Elfenbeinküste, Dominique Liengme, heute.

„Ausmaß und Brutalität sind schockierend“, so Liengme. Die UNO hatte vor Bekanntwerden der Zahlen aus Duekoue geschätzt, dass der Machtkampf in dem Land bisher etwa 500 Todesopfer gefordert habe. Etwa eine Million Menschen sind demnach auf der Flucht.

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