Keine Stimmzettel: Wahlchaos in Nigeria

Nach schweren Organisationsproblemen ist die Parlamentswahl in Nigeria landesweit auf Montag verschoben worden. Der Vorsitzende der Wahlkommission des westafrikanischen Landes sprach heute von einer „sehr schweren, aber notwendigen Entscheidung“. Nur so könne eine effektive Abhaltung der Wahl gewährleistet werden, sagte Attahiru Jega vor Journalisten.

Zuvor hatte die Wahlkommission den Urnengang bereits in der Hauptstadt Abuja verschoben, weil Abstimmungsmaterial und insbesondere die Wahlzettel nicht geliefert wurden.

Die Wahl in dem westafrikanischen Land hatte in der Früh mit der Registrierung der Wahlberechtigten begonnen. Nach mehreren von Gewalt überschatteten Abstimmungen der jüngeren Vergangenheit galt der Urnengang in dem bevölkerungsreichsten Staat Afrikas eigentlich als Test für die Demokratie. Zu dem nun am Montag stattfindenden Urnengang sind 73,5 Millionen Menschen aufgerufen.