Verhaftungswelle nach Demos in Syrien

Einen Tag nach den Demonstrationen für mehr Demokratie in Syrien hat es nach Angaben von Menschenrechtlern in dem arabischen Land heute eine Verhaftungswelle gegeben.

Insgesamt etwa 40 Menschen wurden demnach in der Ortschaft Duma etwa 15 Kilometer nördlich der Hauptstadt Damaskus, in Homs 160 Kilometer weiter nördlich und in Daraa im Süden Syriens festgenommen. Vor dem Justizpalast in Daraa demonstrierten erneut 200 Menschen.

„Lieber tot als erniedrigt!“

Sie riefen Parolen wie „Freiheit! Freiheit!“ und „Lieber tot als erniedrigt!“. Etwa 2.000 Drusen gingen auf den von Israel besetzten Golanhöhen für den syrischen Staatschef Baschar al-Assad auf die Straße, wie die israelische Website Ynet berichtete.

Bei den Unruhen in Syrien waren am Vortag nach Angaben von Augenzeugen und Regierungsgegnern mindestens neun Demonstranten getötet worden, davon acht allein in Duma. Die US-Regierung und UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon verurteilten das gewalttätige Vorgehen gegen die Demonstranten.