Mindestens 41 Tote bei Anschlag in Pakistan

Selbstmordattentäter haben bei einem Anschlag auf einen muslimischen Schrein in Zentralpakistan mindestens 41 Menschen mit in den Tod gerissen. Mehr als 100 weitere wurden heute bei dem Blutbad verletzt, viele von ihnen schwer.

Polizeisprecher Iftikhar Sahu sagte, zwei Täter hätten sich vor dem Haupteingang eines Mausoleums für einen Sufi-Heiligen in der Nähe der Stadt Dera Ghazi Khan in die Luft gesprengt. Pakistanische Medien berichteten von mindestens drei Explosionen. Die Attentäter hatten laut Polizeiangaben versucht, in das Heiligtum einzudringen, was ihnen jedoch nicht gelungen sei.

Die radikalislamischen Taliban bekannten sich zu dem Anschlag. In Pakistan werden immer wieder Anschläge auf Sufi-Schreine und Anhänger des Sufismus verübt. Radikale Gruppen wie die Taliban lehnen diese in Südasien weit verbreitete Auslegung des Islam und deren Praktiken wie die Verehrung von Heiligen ab.