Elfenbeinküste: Eine Mio. Menschen auf der Flucht

In der westafrikanischen Elfenbeinküste sind laut Informationen der Welthungerhilfe bereits eine Million Menschen auf der Flucht vor den anhaltenden Kämpfen.

Mehr als 130.000 Flüchtlinge seien bisher in Liberia angekommen, teilte die Hilfsorganisation heute in Bonn mit und bezog sich bei den Zahlen auf Angaben des UNO- Flüchtlingskommissariats (UNHCR). 25.000 flohen demzufolge über die Grenze in die Region Grand Gedeh im Osten des Landes.

Großoffensive auf Abidjan

Unterdessen starteten die Truppen des international anerkannten Präsidenten Alassane Ouattara eigenen Angaben zufolge eine großangelegte Offensive in der Wirtschaftsmetropole Abidjan. Ziel sei es, die Stränge in den Stadtvierteln Plateau im Zentrum und Cocody im Norden zusammenzuführen.

Der Vormarsch beginne langsam, werde sich in den kommenden Stunden aber beschleunigen, sagte Ouattaras Sprecher Sidiki Konate. Er versicherte, die Offensive werde die von Frankreich eingeleitete Evakuierungsaktion nicht behindern. Paris hatte angekündigt, in Abidjan lebende Franzosen aus der Stadt auszufliegen. Nach Angaben eines Sprechers der französischen Truppen wurden am Montag rund 250 Ausländer, darunter auch Franzosen, mit vier Flugzeugen nach Dakar im Senegal und nach Lome im Togo gebracht.