Wehrpflicht: Neue Vorwürfe gegen Entacher

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Edmund Entacher, der von Verteidigungsminister Norbert Darabos (SPÖ) abgesetzte Generalstabschef, hat immer noch keinen Bescheid über seine Absetzung erhalten.

Bekommen hat der ehemals ranghöchste Offizier dafür ein 90-Seiten-Konvolut aus dem Ministerium, in dem angebliche Verfehlungen gegen ihn aufgelistet werden. Das berichteten „Presse“ und „Kurier“ (Mittwoch-Ausgaben). Aus dem Ministerium gab es dazu vorerst keine Stellungnahme.

Suche nach „Munition“ gegen Entacher?

Da Entacher gute Chancen eingeräumt werden, mit einer Berufung durchzukommen, dürfte Darabos nach mehr „Munition“ suchen haben lassen, schreibt der „Kurier“. Auf 90 Seiten wurden nun also angebliche Fehler des Offiziers festgehalten. So hat etwa der Minister die Beschaffung von „Dingo“-Fahrzeugen aus Kostengründen abgeblasen.

ÖVP und FPÖ: Spitzelmethoden

Die Freiheitlichen und die ÖVP kritisieren Verteidigungsminister Norbert Darabos (SPÖ) für seinen Umgang mit Entacher. FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl ortet eine „unglaubliche Schweinerei“ und „Stasi-Methoden“ gegen Entacher, ÖVP-Wehrsprecher Oswald Klikovits sprach in einer Aussendung von einer „Spitzelaffäre“. Das Bundesheer wollte sich mit Verweis auf das „schwebende Verfahren“ am Mittwoch nicht äußern, hieß es gegenüber der APA.