Präsidentenwahl in Dschibuti begonnen

Im Kleinstaat Dschibuti am Horn von Afrika hat heute die Präsidentenwahl begonnen. Die rund 150.000 registrierten Wähler können sich zwischen dem seit 1999 regierenden Ismael Omar Guelleh und dem ehemaligen Leiter des Verfassungsrats, Mohamed Warsamah Ragueh, entscheiden. Beobachter gingen von einem Sieg Guellehs aus. Das Ergebnis wird in den nächsten Tagen erwartet.

Andere Oppositionsgruppen hatten sich aus dem Wahlkampf zurückgezogen, da sie an fairen Wahlen zweifelten. Im Februar waren mehrere Oppositionsanhänger nach Demonstrationen verhaftet worden, unter ihnen auch die Vorsitzenden von drei Oppositionsparteien.

Die ehemalige französische Kolonie Dschibuti hat mit einer französischen und einer amerikanischen Marinebasis auch strategische Bedeutung für den internationalen Kampf gegen die Piraterie im Golf von Aden und an der somalischen Küste. Als unmittelbarer Nachbar Somalias wurde das kleine Land in den vergangenen Jahren auch zunehmend Zufluchtsort von Bürgerkriegsflüchtlingen aus dem Krisenstaat.