Einheitliche Alterskennzeichnung bei PC-Spielen und Videos

Eine neue Medienkommission soll sich um die österreichweit einheitliche Alterskennzeichnung von Computer- und Videospielen sowie DVDs kümmern. Länder und Bund einigten sich heute im Rahmen der Verhandlungen zur Harmonisierung des Jugendschutzes auf einen stärkeren Medienschutz für die Jugend.

Die Vereinheitlichung solle den Eltern eine bessere Orientierung bieten und dem Handel zudem mehr Rechtssicherheit geben, erklärten Familienminister Reinhold Mitterlehner und Staatssekretärin Verena Remler (beide ÖVP) bei der Pressekonferenz in Dornbirn.

Kein neues Gütesiegel

Die neue Kommission soll im Jugendministerium angesiedelt werden und eine verbindliche Alterseinstufung für solche Medien vornehmen, um die Rechtssicherheit zu erhöhen. Erwerb, Besitz und Verwendung wären damit nur im Rahmen der Kennzeichnung für die jeweilige Altersgruppe erlaubt.

Die Kommission wird allerdings kein neues Gütesiegel schaffen, sondern auf die bereits international bekannten Alterskennzeichnungen PEGI für Spiele und FSK für Filme verweisen. Diese würden damit bundesweit verbindlich werden.

Neue Medieninfostelle

Remler will vor allem den richtigen Umgang mit digitalen Medien forcieren. Die Medieninfostelle des Ministeriums, die in Kürze eröffnet werden soll, werde ein „modernes Informationszentrum“ darstellen, das mit seinem Schulungs- und Beratungsprogramm zur sicheren Mediennutzung beitragen soll.