Schwere Explosion in Wahlzentrale in Nigeria

Wenige Stunden vor Beginn der Parlamentswahl in Nigeria ist es im Gebäude der Wahlkommission zu einer Explosion mit mehreren Toten gekommen. Wie die Onlinezeitung Next gestern Abend berichtete, wurden bis zu 20 Tote befürchtet, unter ihnen Vertreter der Wahlkommission und der Parteien, die letzte Vorbereitungen für die Wahl heute trafen. In anderen Berichten war von mindestens sechs Toten die Rede.

Zur Ursache der Explosion im zentralnigerianischen Suleja gab es zunächst keine Informationen. Suleja ist etwa 20 Kilometer von der Hauptstadt Abuja entfernt.

Zweimal verschoben

In den vergangenen Wochen war es in verschiedenen nigerianischen Städten zu Sprengstoffanschlägen gekommen. Erst am Donnerstag hatte es bei einer Explosion im nordnigerianischen Kaduna einen Toten gegeben. Für die Wahl selbst wurden umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen angeordnet, unter anderem ist der Fahrzeugverkehr am Wahltag eingeschränkt.

Die Parlamentswahl im bevölkerungsreichsten Land Afrikas war ursprünglich bereits am vergangenen Samstag geplant gewesen, aber wenige Stunden nach Öffnung der Wahllokale wegen organisatorischer Probleme abgebrochen worden. Es waren nicht ausreichend Stimmzettel vorhanden. Der Wahltermin wurde seither zweimal verschoben. In mehr als 50 Wahlbezirken wird die Parlamentswahl erst nach Ostern stattfinden. Die Wahl wurde zunächst auf Montag, dann auf heute verschoben.