Parlamentswahl in Nigeria von Gewalt überschattet

Überschattet von mehreren Bombenanschlägen haben die Menschen in Nigeria gestern ein neues Parlament gewählt. Nahe der Hauptstadt Abuja und in der Stadt Maiduguri im Nordosten des Landes gingen insgesamt drei Sprengsätze hoch, mindestens 13 Menschen wurden nach Polizeiangaben getötet und Dutzende verletzt.

In Borno wurde nach Polizeiangaben ein Vertreter der Regierungspartei von einem Unbekannten erschossen. Nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch waren im Zusammenhang mit der Vorbereitung der Wahlen seit November mehr als 80 Menschen getötet worden.

Die Wahlbüros öffneten teilweise mit Verspätung. Ungeachtet der Gewalt herrschte vor einigen Wahlbüros großer Andrang, in den Straßen bildeten sich lange Schlangen. Der Chef der Wahlkommission, Attahiru Jega, sagte, die Wahlbeteiligung könne zwischen 75 und 85 Prozent liegen. Offizielle Auswertungen lagen aber noch nicht vor.