UNO und französische Truppen beschießen Gbagbo-Residenz

Kampfhubschrauber der UNO und der französischen Truppen haben im westafrikanischen Krisenstaat Elfenbeinküste die Residenz des abgewählten Präsidenten Laurent Gbagbo beschossen. Die Angriffe von gestern in der Wirtschaftsmetropole Abidjan seien eine Reaktion auf die Attacken gegen das UNO-Hauptquartier vom Vortag, sagte ein Sprecher der UNOCI-Mission. UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon bestätigte in New York, er habe den Angriff angeordnet.

Ein Gbagbo-Sprecher sagte dem Portal Abidjan-Net zufolge, dass die Residenz teilweise zerstört sei. Über den Verbleib Gbagbos, der sich vor Tagen in einem Bunker verschanzt haben soll, gab es keine Informationen. In der Elfenbeinküste tobt ein blutiger Machtkampf zwischen Gbagbos Anhängern und den Truppen des international anerkannten Wahlsiegers Alassane Ouattara.