Versöhnungskommission für Elfenbeinküste

Nach der Festnahme seines Rivalen Laurent Gbagbo hat der international anerkannte Präsident der Elfenbeinküste, Alassane Ouattara, seinen Landsleuten Versöhnung und Sicherheit versprochen.

Der Staatschef kündigte die Einsetzung einer Wahrheits- und Versöhnungskommission an, die mutmaßliche Massaker durch Truppen beider Seiten aufklären soll. Trotzdem wurde heute in der Hauptstadt Abidjan erneut geschossen.

Ouattara rief seine Anhänger auf, sich jeder Art von Racheakten und Gewalttaten zu enthalten. „Ich rufe euch zu Ruhe und Zurückhaltung auf“, sagte Ouattara in seiner ersten Fernsehansprache nach der Festnahme Gbagbos. Es werde ein „Gerichtsverfahren gegen Laurent Gbagbo, seine Frau und ihre Anhänger“ eingeleitet werden. Diese würden bis dahin „mit allen Mitteln“ geschützt.

„Unbeschriebenes Blatt vor uns“

Die angekündigte Wahrheits- und Versöhnungskommission soll Massaker und andere Menschenrechtsverstöße durch die verfeindeten Lager aufklären. Die Milizionäre rief Ouattara auf, ihre Waffen niederzulegen, und appellierte ans Volk, Vertrauen in die Zukunft zu haben. „Heute eröffnet sich ein unbeschriebenes Blatt vor uns, und gemeinsam werden wir die Geschichte der Versöhnung schreiben“, schloss Ouattara.

Auch Gbagbo hatte kurz nach seiner Festnahme seine Anhänger zu einem Ende der Kampfhandlungen aufgerufen. Es müsse nun der „zivile Teil der Krise“ bewältigt werden, sagte er in Ouattaras Fernsehsender TCI.