Ausschreitungen und Tote nach Wahl in Nigeria

Angesichts des sich abzeichnenden Sieges von Amtsinhaber Goodluck Jonathan bei der Präsidentschaftswahl in Nigeria haben sich Anhänger seines wichtigsten Herausforderers Muhammadu Buhari heftige Auseinandersetzungen mit Sicherheitskräften geliefert.

In Kano, der wichtigsten Stadt im muslimischen Norden des Landes, griffen sie zudem Christen an und schlugen auf sie ein, wie ein Korrespondent der Nachrichtenagentur AFP berichtete. Jonathan, der laut ersten Teilergebnissen in Führung liegt, ist ein Christ aus dem Süden Nigerias, während der Muslim Buhari aus dem Norden stammt.

Auch in anderen nördlichen Städten flammte Gewalt auf. Zeugen berichteten von einer brennenden Baptistenkirche in Zaria, der Heimatstadt des muslimischen Vizepräsidenten Namadi Sambo, sowie von weiteren Bränden und Todesopfern in mehreren Regionen. Vor allem junge Menschen gingen auf die Straßen, um gegen Jonathan zu protestieren. Viele Schulen und Geschäfte blieben geschlossen.