Osterwache mit Papst Benedikt

Im stimmungsvoll erleuchteten Petersdom hat Papst Benedikt XVI. vor Tausenden von Gläubigen die Osterwache geleitet. Bei der feierlichen Zeremonie wurde heute Abend in der Vorhalle das Osterlicht angezündet und in den Petersdom gebracht. Die Kerze, die die bis dahin im Halbdunkel liegende Basilika erhellte, symbolisiert die Auferstehung Jesu von den Toten.

Während des Gottesdienstes wollte der 84-jährige Papst, einer Tradition entsprechend, sechs Erwachsene aus sechs Ländern taufen.

Heute feiert Benedikt die Ostermesse auf dem Petersplatz. Dieser Gottesdienst, bei dem der Segen „Urbi et Orbi“ (Der Stadt und dem Erdkreis) gesprochen wird, gilt traditionell als einer der Höhepunkte des Osterfestes

Papst betete Kreuzweg mit Gläubigen in Rom

Am Karfreitag betete Papst Benedikt XVI. beim Kolosseum in Rom zusammen mit Tausenden von Gläubigen den Kreuzweg. Erstmals seit Beginn seines Pontifikats vor sechs Jahren hatte eine Frau alle Meditationen zu den 14 Stationen zum Leiden und Sterben Jesu geschrieben.

Die traditionelle Zeremonie am Abend, ein Höhepunkt im Osterprogramm, lief im Schein vieler Fackeln und unter strengen Sicherheitsvorkehrungen rund um das römische Wahrzeichen ab.

Video dazu in iptv.ORF.at

Echo auf Missbrauchsskandal

Die Kreuzwegtexte stammten aus der Feder der italienischen Augustiner-Eremitin Maria Rita Piccione. Sie wandten sich dagegen, engherzig „Buchführung des eigenen Wohlbefindens“ zu betreiben und die Unschuld der Kleinen und Schwachen zu schänden. Das konnte auch als Echo auf den Missbrauchsskandal in der Kirche gewertet werden. Auch zwei Kinder durften kleinere Teile der Meditationen verlesen.