Elfenbeinküste: Schüsse und Explosionen in Abidjan

In der ivorischen Metropole Abidjan hat es nach Angaben von Einwohnern gestern schwere Geschützfeuer gegeben. „Sie haben begonnen, mit schweren Waffen zu schießen, wir wissen nicht, was passiert, wir können nicht raus“, sagte eine Einwohnerin des betroffenen Stadtteils Yopougon per Telefon der Nachrichtenagentur AFP.

Ein anderer Einwohner sagte, er höre seit vier Tagen schwere Explosionen. Junge Kämpfer würden mit Transportern durch die Gegend fahren, und die Menschen versteckten sich in den Häusern.

Trotz Festnahme Gbagbos kein Ende der Kämpfe

Der Stadtteil Yopougon war nach dem blutigen Machtkampf zwischen dem langjährigen Präsidenten der Elfenbeinküste, Laurent Gbagbo, und dessen Herausforderer Alassane Ouattara in der Hand von Gbagbos Kämpfern geblieben.

Nach der Festnahme Gbagbos vor zwei Wochen hatte Ouattara das Präsidentenamt übernommen. Seine Truppen haben aber nach den gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen beiden Lagern noch nicht alle Teile Abidjans unter Kontrolle.