Elfenbeinküste: Ermittlungen gegen Ex-Präsidenten eingeleitet

Die neue Regierung der Elfenbeinküste hat nach eigenen Angaben erste Ermittlungen gegen den früheren Machthaber Laurent Gbagbo eingeleitet. Gegen Gbagbo und seine Mitarbeiter werde wegen „Verbrechen und Straftaten“ ermittelt, sagte Regierungssprecher Patrick Achi im Fernsehsender TCI.

Gbagbo war am 11. April von Truppen des neuen Präsidenten Alassane Ouattara festgenommen worden. Gbagbo, seine Ehefrau sowie 60 weitere Personen stehen nach Angaben Achis seitdem in verschiedenen Städten des Landes unter Hausarrest.

Nach der Präsidentschaftswahl im November 2010 hatte sich Gbagbo geweigert, seine Niederlage anzuerkennen. In der Folge lieferte er Ouattara einen monatelangen blutigen Machtkampf. Laut UNO-Angaben kamen dabei knapp tausend Menschen ums Leben.