Türkei will Kanal zur Entlastung der Bosporus-Meerenge

Zur Entlastung der vom Schiffsverkehr verstopften Bosporus-Meerenge plant die türkische Regierung den Bau eines 40 bis 50 Kilometer langen Kanals. Der Istanbul-Kanal soll das Schwarze Meer und das Marmara-Meer verbinden und eine alternative Schiffsroute bieten, wie der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan heute in Istanbul sagte.

Erdogan bezeichnete den geplanten Bau als „eines der größten Projekte aller Zeiten“, das den Panama- und den Sues-Kanal überstrahlen werde.

Nach Angaben Erdogans sollen Vorstudien für das Projekt nach der Parlamentswahl Mitte Juni beginnen. Diese sollen etwa zwei Jahre in Anspruch nehmen. Die künstliche Wasserstraße soll 150 Meter breit und 25 Meter tief sein. Das Marmara-Meer ist ein Binnenmeer des Mittelmeers, das über den Bosporus die Ägäis mit dem Schwarzen Meer verbindet.

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