Electronic Arts unter Druck durch Smartphone-Games

Der Computerspielkonzern Electronic Arts (EA) hat dank erfolgreicher neuer Titel wie „Crysis 2“ die roten Zahlen in seinem vergangenen Geschäftsjahr deutlich gedrückt. In dem Ende März abgeschlossenen vierten Geschäftsquartal verfünffachte sich der Gewinn im Jahresvergleich auf 150 Millionen Dollar (101 Mio. Euro).

Im gesamten Jahr lief dennoch ein Minus von 276 Millionen an, wie das Unternehmen gestern (Ortszeit) nach US-Börsenschluss mitteilte. Im Geschäftsjahr davor hatten sich allerdings noch Verluste von 677 Millionen Dollar angesammelt.

Hoffnung „Star Wars“

Im laufenden Geschäftsjahr will Electronic Arts wieder in die schwarzen Zahlen kommen und hofft dabei unter anderem auf ein „Star Wars“-Onlinespiel, bei dem Nutzer über das Internet gegeneinander antreten können. „Star Wars: The Old Republic“ soll allerdings erst in einigen Monaten starten. Bis dahin werden Sporttitel wie die Fußballserie „FIFA“ und das Eishockey-Game „NFL“ aufgefrischt. Zum Kinofinale der Harry-Potter-Saga soll auch ein neues Spiel über den Zauberschüler erscheinen.

„Crysis 2“ sei mehr als zwei Millionen Mal verkauft worden, ebenso „Dragon Age 2“ und „Dead Space 2“, berichtete Electronic Arts. Der Umsatz stieg im Schlussquartal dadurch um 11,3 Prozent auf knapp 1,1 Milliarden Dollar. Im gesamten Jahr sanken die Erlöse dennoch leicht auf 3,59 Milliarden Dollar.

Den etablierten Spieleproduzenten mit ihren ausgeklügelten Games, die viel Zeit und Geld in der Entwicklung verschlingen und entsprechend teuer sind, machen unter anderem die günstigen oder kostenlosen Smartphone-Spiele zu schaffen.