Elfenbeinküste: Ouattara legt Präsidenteneid ab

Knapp ein halbes Jahr nach seinem Sieg bei den Präsidentenwahlen hat Alassane Ouattara gestern seinen Amtseid als neuer Staatschef der Elfenbeinküste abgelegt. Vorangegangen war ein monatelanger blutiger Konflikt, da sich Amtsinhaber und Wahlverlierer Laurent Gbagbo geweigert hatte, seinen Platz zu räumen.

In schweren Kämpfen starben mehrere tausend Anhänger der beiden Politiker. Zuletzt griffen UNO-Blauhelme in die Kämpfe ein, ehe Gbagbo festgesetzt wurde. Eine internationale Untersuchungskommission, die erst in dieser Woche in der Elfenbeinküste eingetroffen ist, soll die Ereignisse der vergangenen Monate - vor allem die Übergriffe gegen Zivilisten - aufarbeiten. Gbagbo sieht einem Verfahren wegen Menschenrechtsverletzungen während seiner knapp zehnjährigen Amtszeit entgegen.