Elfenbeinküste: Massengräber entdeckt

Nach dem blutigen Machtkampf in der Elfenbeinküste haben UNO-Mitarbeiter in dem westafrikanischen Land mehrere Massengräber mit insgesamt 68 Leichen entdeckt. Die Gräber seien Ende letzter Woche im Viertel Yopougon der Wirtschaftsmetropole Abidjan gefunden worden, teilte UNO-Sprecher Farhan Haq gestern in New York mit.

Es handelte sich demnach um insgesamt zehn Gräber, in einem davon fanden sich 31 Todesopfer, in einem weitere 21 Leichen. Die UNO nimmt an, dass die Opfer alle männlich sind und am 12. April von Anhängern des abgewählten Präsidenten Laurent Gbagbo getötet wurden.

Nach dem Fund seien Zeugen und Angehörige der Opfer von Ermittlern der Hohen UNO-Kommission für Menschenrechte befragt worden, sagte Haq. Außerdem gingen sie Hinweisen auf weitere Massengräber nach.