Klage: Kino.to-Sperre für UPC-Kunden wird aktiv

Ab heute wird für alle Kunden des Internetproviders UPC in Wien der Zugang zur Streamingplattform Kino.to gesperrt sein. Grund ist eine einstweilige Verfügung vom Handelsgericht Wien, die ab Mitternacht gültig wird. Der Kläger, der Verein für Antipiraterie (VAP), hat die dafür fehlende Sicherheitsleistung bei Gericht hinterlegt, so UPC-Sprecher Siegfried Grobmann gestern gegenüber ORF.at.

Auf der Website Kino.to können aktuelle Kinofilme und TV-Serien hochgeladen und angesehen werden. Die Betreiber der Website, die in Russland gehostet wird, seien nicht feststellbar, weshalb die VAP stellvertretend für die anderen Internetprovider die UPC Wien in einem Musterprozess geklagt hat. Die VAP hat bei Gericht 50.000 Euro als Sicherheitsleistung hinterlegt.

Kino.to weicht auf neue URL aus

UPC respektiere die Entscheidung des Gerichts, jedoch stößt das Vorgehen des Klägers auf Unverständnis. „Grundsätzlich sind wir der Meinung, dass es nicht richtig ist, irgendeine Art von Kontrolle darüber auszuüben, welche Internetinhalte unseren Kunden zugänglich gemacht werden“, so UPC. Nachdem die Betreiber der Site nicht greifbar seien, jene zu sperren, die den Zugang ermöglichen, sei das eine Form von Zensur.

Wie schwierig es sein wird, in dieser Form gegen die Streamingplattform vorzugehen, zeigte die Reaktion der Betreiber von Kino.to. Kurz nach Bekanntwerden der anstehenden Sperre für UPC-Kunden wurde bereits ein neuer URL erworben, der auf den Content der Streamingplattform verweist.