Fekter will ÖBB verkaufen

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Finanzministerin Maria Fekter (ÖVP) tritt für eine Privatisierung der ÖBB ein. „Die ÖBB kann man locker privatisieren, da hab ich überhaupt kein Problem damit. Das kann eine strategische Partnerschaft sein, eine Kooperation, ein Börsengang. Mir wäre eine strategische Partnerschaft am liebsten, damit das Werkl endlich funktioniert“, sagte Fekter im Interview mit der Tageszeitung „Österreich“ (Sonntag-Ausgabe).

Die Finanzministerin erteilte dem Wunsch der ÖBB nach einer 400-Mio.-Euro-Kapitalspritze zudem eine Absage. Diese werde es „von mir definitiv nicht geben“, so Fekter. Sie sei für „Investition in die Infrastruktur zu haben - aber für Schuldenmachen im operativen Bereich gibt’s von mir keinen Euro mehr“.

„Wer soll kaufen?“

Wenig von den Verkaufsplänen hält unterdessen ÖGB-Chef Erich Foglar. Das mache jetzt keinen Sinn, betonte er in der ORF-Pressestunde. Zudem bezweifle er, dass sich Interessenten schlangenweise anstellen würden, um die ÖBB zu kaufen.

Während sich auch die Interessenvereinigung ProBahn gegen eine ÖBB-Privatisierung aussprach, wurde Fekters Vorstoß vom BZÖ begrüßt. Nach Meinung von BZÖ-Generalsekretär Christian Ebner sollten allerdings die Schienen im Eigentum der Republik bleiben, Güter- und Personenverkehr dagegen von privaten Unternehmern betrieben werden.