Regisseur und Drehbuchautor Franz Geiger gestorben

Der deutsche Drehbuchautor Franz Geiger ist tot. Er starb am 1. Juni 90-jährig auf der spanischen Insel Mallorca, wie seine Frau, Maria Geiger-Rölke, nun bekanntgab. Als Autor, Regisseur und Ideengeber hat Geiger die deutsche wie auch österreichische Film- und Fernsehlandschaft seit den 50er Jahren geprägt. Zu seinen bekanntesten Projekten gehört „Monaco Franze“ mit Helmut Fischer, bei dem er nicht nur Drehbücher beisteuerte, sondern auch vor der Kamera zu sehen war.

Auch das Buch der heimischen Politsatire „Ein idealer Kandidat“ stammt von Geiger. Die ORF-Produktion unter der Regie von Reinhard Schwabenitzky mit Herbert Fux in der Hauptrolle begeisterte sechs Folgen lang das Publikum.

München als Dreh- und Angelpunkt

Zu Geigers Schaffen zählen die „Münchner Geschichten“ wie auch die „Polizeiinspektion München I“. Die Serie mit Walter Sedlmayr gehört genauso zu den Erfindungen Geigers wie „Der Millionenbauer“. Abwechselnd mit Helmut Dietl steuerte er auch Regie und Drehbuch für „Der ganz normale Wahnsinn“ mit Towje Kleiner in der Hauptrolle bei.

Geiger wurde 1921 in München geboren. Er wandte sich in der Jugend aktiv gegen den Nationalsozialismus und musste dafür auch in Haft. Nach dem Studium der Romanistik, Kunstgeschichte und Theaterwissenschaft war er Dramaturg und Regieassistent an Theatern in München und Paris und arbeitete zudem als Übersetzer, unter anderem für das Gesamtwerk von Jean Anouilh.