Vulkanasche aus Eritrea bedroht Flugverkehr in Afrika

Nach dem Ausbruch eines Vulkans in Eritrea droht eine Aschewolke den Flugverkehr in Ostafrika und auf der Arabischen Halbinsel zu beeinträchtigen. Wie die BBC gestern berichtete, wurden bereits mehrere Flüge in die Region annulliert.

US-Außenministerin Hillary Clinton, die ursprünglich morgen aus der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba in die USA zurückkehren wollte, sagte ein am Abend geplantes Gespräch ab, um frühzeitig die Heimreise antreten zu können.

Die Aschewolke könnte vor allem Saudi-Arabien, Jordanien und Israel erreichen, hieß es. Laut dem Vulkanasche-Zentrum (VAAC) handelt es sich um den Vulkan Dubbi, er zuletzt 1861 ausgebrochen sein soll. Laut der unabhängigen Vulkanbeobachtunsseite Earthquake.com handelt es sich jedoch um den benachbarten Vulkan Nabro.

110 Qantas-Flüge gestrichen

Für Beeinträchtigungen im Flugverkehr sorgt unterdessen auch die Aschewolke des chilenischen Vulkans Puyehue. Die Auswirkungen bekamen über Pfingsten auch Fluggäste aus Australien und Neuseeland zu spüren. Die australische Fluggesellschaft Qantas sagte mehr als 110 Flüge ab, Zehntausende Passagiere saßen fest oder mussten Verzögerungen hinnehmen.

Zuvor waren bereits in Argentinien und Uruguay internationale Flüge wegen des Vulkanausbruchs ausgefallen.