Iran: Neuer Streit zwischen Ahmadinedschad und Klerus

Der Streit zwischen dem iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad und der Spitze des Klerus geht in eine neue Runde. Wie staatliche Medien heute berichteten, beschnitt der Präsident die Machtbefugnisse von Geheimdienstminister Haidar Moslehi.

Im April hatte die Personalie Moslehi bereits zu einer internen Krise zwischen dem geistlichen Oberhaupt Ajatollah Ali Chamenei und dem Präsidenten geführt.

Moslehi war damals erst als Geheimdienstchef von Ahmadinedschad gefeuert und dann von Chamenei zurück ins Amt geholt worden. Chamenei hat im Iran das letzte Wort in allen Angelegenheiten. Er kann deshalb auch Entscheidungen des Präsidenten aufheben.

Aus wichtigem Gremium entfernt

Wie die iranische Nachrichtenagentur Mehr berichtete, warf Ahmadinedschad Moslehi nun aus dem einflussreichen Money and Credit Council (MCC). Beobachtern zufolge demonstriert er mit diesem Schritt nicht nur seine Unzufriedenheit mit Moslehi, sondern auch seinen Unwillen, auf Kritiker zuzugehen. Der MCC gilt als eine der wichtigsten wirtschaftlichen Institutionen des Landes.