Schwere Gefechte im Nordkaukasus: Mindestens zehn Tote

Bei Gefechten mit schwerem Kriegsgerät zwischen Untergrundkämpfern und kremltreuen Einheiten im russischen Nordkaukasus sind mindestens fünf Sicherheitskräfte getötet worden. Zwölf weitere seien verletzt worden, als Soldaten und Spezialeinheiten bei einem zweitägigen Anti-Terror-Einsatz mit Panzern und Hubschraubern gegen eine Gruppe von etwa 30 mutmaßlichen Islamisten vorgingen. Das teilten die Behörden in der Teilrepublik Dagestan heute nach Angaben der Agentur Interfax mit.

Bei den schweren Kämpfen waren am Vortag auch mindestens fünf Terroristen getötet worden. Die Gewalt im islamisch geprägten Nordkaukasus nimmt nach Ansicht von Beobachtern immer weiter zu. Fast täglich kommt es dort zu Kämpfen und Terroranschlägen.

Mutmaßliche Attentäter verurteilt

Unterdessen verurteilte ein Gericht in Dagestan zwei Männer wegen eines tödlichen Doppelattentats zu lebenslangen Haftstrafen. Bei den Anschlägen Ende März 2010 waren in der Stadt Kisljar zwölf Menschen getötet und 37 weitere verletzt worden.

Ebenfalls in Dagestan wurde ein ranghoher Polizist vor seinem Haus erschossen. In der nordkaukasischen Teilrepublik Kabardino-Balkarien ermordeten Unbekannte einen führenden Kriminalbeamten. Bei einem Anti-Terror-Einsatz in Tschetschenien wurde ein Polizist getötet.