„Profil“: Weitere Fragen zu Rübig-Nebengeschäften

Wie das Nachrichtenmagazin „profil“ in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, werfen die Nebengeschäfte des ÖVP-Europaabgeordneten Paul Rübig immer mehr Fragen auf. Rübig ist Gründungsmitglied der jüngst aus der Taufe gehobenen European Raw Materials Group, die sich aus 30 EU-Mandataren mehrerer Fraktionen rekrutiert und künftig aktiv in die Rohstoffstrategie der EU eingreifen will, hieß es am Samstag in einer Vorabaussendung.

Frappante Namensähnlichkeit

Der Name erinnere frappant an das ebenfalls in Gründung stehende Lobbyingvehikel der europäischen Rohstoffbranche „European Raw Materials Club“, in welchem unter anderem die auf die Herstellung von Feuerfestmaterialien spezialisierte RHI-Gruppe Mitglied ist. Das geht laut dem Magazin aus einem Bericht des Corporate Europe Observatory (CEO) hervor.

CEO ist eine private Organisation, die den Einfluss der Industrie und Wirtschaft auf die Politik der EU dokumentiert. Bereits im Juni 2010 hatte Rübig für den Verband der europäischen Gipshersteller (Eurogypsum) ein exklusives Galadinner in Straßburg ausgerichtet - samt anschließender Führung durch das EU-Parlament, so „profil“.

Rübig sitzt im Ausschuss für Industrie, Forschung und Energie des EU-Parlaments, zugleich ist er Vizepräsident des European Energy Forums, einer Lobbyingplattform in der namhafte Öl- und Atomkonzerne vertreten sind. Mit einigen dieser Unternehmen wickelt er über seine private Handelsgruppe Geschäfte ab, berichtete das Nachrichtenmagazin.