Athen: Schiff der Gaza-Hilfsflotte beschädigt

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Ein Schiff der geplanten Hilfsflottille für den Gazastreifen ist im Hafen von Athen schwer beschädigt worden. Unbekannte hätten die Schiffsschraube und die Antriebswelle des griechisch-schwedischen Passagierschiffs am Montagabend abgeschlagen, sagte einer der griechischen Organisatoren der Flotte, Dimitris Plionis, der Nachrichtenagentur AFP. Er sprach von „Sabotage“. Die Aktivisten wollen demnach aber versuchen, das Schiff zu reparieren und wie geplant noch in dieser Woche in See zu stechen.

In den kommenden Tagen sollen sich im Mittelmeer rund zehn Schiffe treffen, die zusammen die von Israel durchgesetzte Seeblockade um den Gazastreifen durchbrechen und Hilfsgüter in das Palästinensergebiet bringen wollen. Nach Angaben der Organisatoren sollen sich die Schiffe am „Donnerstag oder Freitag“ vor der Küste der griechischen Mittelmeerinsel Kreta treffen.

Die israelische Regierung hat die Marine des Landes bereits angewiesen, eine Ankunft der geplanten Hilfsflottille im Gazastreifen zu unterbinden. Israelische Soldaten sollten aber eine „Konfrontation mit den Menschen an Bord der Schiffe so weit wie möglich vermeiden“, hieß es in einer Erklärung von Regierungschef Benjamin Netanyahu.

Die US-Regierung rief unterdessen alle Seiten zu „Zurückhaltung“ auf, um eine Wiederholung der tragischen Vorfälle von 2010 zu vermeiden. Israel habe zwar das Recht, sich gegen Waffenschmuggel zur Wehr zu setzen, sagte Außenamtssprecherin Victoria Nuland am Montag in Washington. Die US-Regierung hoffe aber darauf, „dass es nicht zu der gleichen Situation wie im letzten Jahr kommt“. Die Aktion sei „gefährlich“ und „provokant“.