Missbrauch: Aufregung über entlastendes Gutachten

Im jüngsten Fall von angeblichem sexuellem Missbrauch durch Vertreter der katholischen Kirche herrscht nun Aufregung über ein entlastendes Gutachten. Im Ö1-„Morgenjournal“ äußerten heute sowohl ein Experte als auch Patientenanwalt Gerald Bachinger Zweifel an der Wissenschaftlichkeit des Gutachtens.

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Psychiater zieht Konsequenzen

Der Grazer Psychiater Peter Hofmann, der mit seinem umstrittenen Gutachten für Aufregung gesorgt hatte, gab seine Mitgliedschaft in der Gesellschaft für Psychiatrie auf. Der Präsident der Berufsvereinigung, Christian Haring, bestätigte gegenüber der APA, dass Hofmann per E-Mail seinen Austritt bekanntgegeben habe.

Dass der Austritt mit dem Gutachten zu tun hat, das er auf Basis von mehr als 1.000 SMS und E-Mails erstellte, ohne mit der Frau zu sprechen oder sie zu untersuchen, konnte Haring nicht bestätigen. Die Vermutung liege zwar nahe, in seinem E-Mail stehe aber nichts davon, erklärte Haring.