Einsturzgefahr: Teile der Hadriansvilla nahe Rom gesperrt

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Wegen Einsturzgefahr ist ein Teil der Hadriansvilla, einer spektakulären antiken Palastanlage in der Nähe von Rom, gesperrt worden. Die italienische Zeitung „Corriere della Sera“ berichtete heute, Grund seien finanzielle Nöte: Die zum UNESCO-Weltkulturerbe zählende Anlage habe nicht genug Geld für Instandsetzungen erhalten.

Millionen fehlen

Demnach bekamen die Betreiber zuletzt lediglich 370.000 Euro für Reparaturen an der 80 Hektar großen Anlage, benötigen aber nach eigenen Angaben mindestens 2,5 Millionen.

In den vergangenen drei Jahren hätten die Betreiber nur 1,5 Millionen der benötigten 6,7 Millionen Euro für Reparaturen erhalten. Daher seien immer mehr Teile des Geländes gesperrt und Warnschilder wegen der Einsturzgefahr aufgestellt worden.

Besucherzahlen rückläufig

Die Hadriansvilla oder Villa Adriana in Tivoli, 24 Kilometer von Rom entfernt, zählt seit 1999 zum Weltkulturerbe der UNO-Kulturorganisation UNESCO. Der Palast wurde zwischen den Jahren 117 und 138 nach Christus für den römischen Kaiser Hadrian gebaut. Obwohl die UNESCO die Anlage als „Meisterwerk“ der Baukunst in der antiken mediterranen Welt bezeichnet, gingen die Besucherzahlen in den vergangenen Jahren um fast 42 Prozent zurück.

Im Jahr 2000 zählte die Anlage noch rund 187.000 Besucher, im vergangenen Jahr suchten nur noch rund 108.800 Touristen die Stätte auf. Die Expertin Federica Chiapetta machte neben dem schlechten Zustand der Anlage eine mangelnde Öffentlichkeitsarbeit für den Besucherschwund verantwortlich.