Soforthilfe der EU für Dürreopfer am Horn von Afrika

Für Dürre- und Krisenflüchtlinge am Horn von Afrika stellt die EU-Kommission mehr als fünf Millionen Euro Soforthilfe bereit. „Die heftige Dürre macht die bereits schwierigen Lebensbedingungen unerträglich“, sagte die EU-Kommissarin für Krisenhilfe, Kristalina Georgijewa, heute in Brüssel. Die knapp 5,7 Millionen Euro sind für die Menschen im Dadaab-Auffanglager in Kenia bestimmt, der EU-Kommission zufolge das größte Flüchtlingszentrum der Welt.

Auf der Flucht vor Gewalt, Dürre und Hunger kamen demnach seit Jahresbeginn allein aus Somalia mindestens 61.000 Menschen in die drei Camps des Dadaab-Auffanglagers, wo nun mehr als 370.000 Flüchtlinge ausharren. „Was wir am Horn von Afrika erleben, wird als die schlimmste Hungerkrise der Welt angesehen“, fügte die EU-Kommissarin hinzu. In Äthiopien, Kenia, Somalia und Dschibuti seien aufgrund der Dürre mehr als zehn Millionen Menschen auf schnelle Hilfe angewiesen.

Flüchtlingsboot gekentert: 197 Tote

Vor der sudanesischen Küste kenterte gestern ein Flüchtlingsboot. Es seien 197 Menschen ums Leben gekommen, berichtete die staatliche sudanesische Nachrichtenagentur. Nur drei Menschen seien gerettet worden. Die Flüchtlinge stammten aus Nachbarländern des Sudan. Nur wenige Stunden nach der Abfahrt sei an Bord des Boots, das auf dem Weg nach Saudi-Arabien war, Feuer ausgebrochen.

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