Pakistan: Fast 50 Tote bei US-Drohnenangriffen

Bei massiven US-Drohnenangriffen im unruhigen pakistanischen Grenzgebiet zu Afghanistan sind fast 50 Menschen getötet worden. Das verlautete heute aus Geheimdienstkreisen.

Bei einem Angriff feuerte eine Drohne mehrere Raketen auf ein Gehöft in der Gegend von Datta Khel im Stammesgebiet Nordwaziristan. Mindestens 20 Leichen seien anschließend aus den Trümmern geborgen worden. Zehn Bewohner erlitten zum Teil schwere Verletzungen, hieß es.

Stunden zuvor war bei einem ersten Angriff in derselben Gegend ein Fahrzeug beschossen worden. Fünf Insassen seien bei dem Angriff in Datta Khel getötet worden, hieß es.

Autos und Häuser als Ziele

Wenig später folgte dann der nächste Drohnenangriff im benachbarten Südwaziristan, wieder auf ein Fahrzeug. Hier seien acht Menschen getötet worden, sagte ein pakistanischer Geheimdienstoffizier. Bei zwei weiteren Angriffen auf ein Fahrzeug und ein Haus in Drae Nishtar in Nordwaziristan starben den Angaben zufolge 15 Menschen.

Wem die Angriffe galten, blieb unklar. Die ferngesteuerten US-Flugzeuge nehmen in den Talibanhochburgen im Nordwesten Pakistans seit Jahren radikalislamische Aufständische und Terroristen ins Visier. Immer wieder kommen bei den Einsätzen auch Unbeteiligte ums Leben.