275 Festnahmen nach Unruhen in Malawi

In Malawi sind nach den Unruhen der vergangenen Tage, bei denen mindestens 18 Menschen ums Leben kamen, mehr als 275 Personen festgenommen worden.

Wie ein Sprecher der Polizei heute berichtete, wurden alleine in der Hauptstadt Lilongwe mehr als 200 Personen nach regierungskritischen Protesten verhaftet, 30 in der Wirtschaftsmetropole Blantyre und 45 in der früheren Kolonialhauptstadt Zomba. Ihnen werden unter anderem Plünderungen und Sachbeschädigungen vorgeworfen.

Bei den Festgenommenen handle es sich „klar“ um „Straftäter“, so der Polizeisprecher Davie Chingwalu. Sie hätten an den Plünderungen teilgenommen, Eigentum anderer zerstört und Feuer gelegt. Das sei nicht vereinbar mit dem „öffentlichen Frieden“.

Die Beisetzung einiger Opfer der Auseinandersetzungen zwischen regierungsfeindlichen Demonstranten und der Polizei fand in der Früh in der nördlich gelegenen Stadt Mzuzu statt. Wie der südafrikanische Sender E-News berichtete, stoppte die Polizei jedoch den Trauerzug zum Friedhof. Die Behörden forderten, die insgesamt sieben in Mzuzu getöteten Personen in ihren jeweiligen Heimatgemeinden zu begraben.