Hackerangriff: GIS präzisiert Umfang des Datenverlusts

Die Gebühren Info Service GmbH (GIS) hat heute eine Stellungnahme zu dem Hackerangriff auf ihr Onlineanmeldungssystem veröffentlicht. Demnach kopierte die Gruppe AnonAustria am Freitag rund 214.000 Datensätze, davon rund 96.000 mit Kontodaten.

Das deckt sich mit den Angaben, die AnonAustria am Freitag über den Kurznachrichtendienst Twitter verbreitet hatte. Demnach wurden 211.695 Datensätze, davon 95.954 mit Kontodaten von April 2007 bis Juli 2011, abgezogen.

Zentrale Datenbank nicht geknackt

Wie ein Sprecher der GIS gegenüber ORF.at bestätigte, handelt es sich dabei nicht um die zentrale Datenbank sämtlicher GIS-Kunden, die rund 3,5 Millionen Datensätze umfasst, sondern um die Daten jener Personen, die sich seit 2007 über das Web bei der GIS angemeldet bzw. ihre Anmeldung aktualisiert haben.

Die Daten jener Personen und Betriebe, die sich auf dem Postweg angemeldet haben, sind nicht von dem Datenverlust betroffen.

Kunden werden informiert

Die GIS hat nach eigenen Angaben damit begonnen, alle betroffenen Kundinnen und Kunden persönlich über den Datenverlust zu informieren. Die Kunden sollen ihre Kontobewegungen „verstärkt beobachten“. Für Rückfragen richtete die GIS eine Hotline unter der Nummer 0810/001080 ein.

GIS und ORF werden in Zusammenarbeit mit der Sicherheitsagentur CERT.at Sicherheitskonzepte ausarbeiten. Eine neu eingesetzte Task-Force wird sich konzernweit mit dem Thema IT-Sicherheit und datenschutzrechtlichen Fragen beschäftigen. Das Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT) ermittelt in diesem Fall und wird bei der Staatsanwaltschaft Anzeige gegen unbekannt erstatten.