Absturz von Frachtjumbo vor Südkorea

Vor der Küste Südkoreas ist ein Frachtjumbo der südkoreanischen Gesellschaft Asiana Airlines mit zwei Besatzungsmitgliedern ins Meer gestürzt. Trümmerteile der Maschine seien heute Früh rund 100 Kilometer westlich der südlichen Insel Cheju gefunden worden, teilte die Küstenwache mit.

Nach Angaben des Transportministeriums in Seoul war im Frachtraum möglicherweise während des Fluges Feuer ausgebrochen. Doch könne die genaue Unglücksursache erst geklärt werden, wenn unter anderem der Flugdatenschreiber geborgen werde.

Asiana Airlines: Pilot wollte umkehren

Die Leichen des Piloten und Kopiloten wurden zunächst nicht gefunden. Der Pilot hatte den Angaben der Küstenwache zufolge rund eine Stunde nach dem Abflug vom internationalen Flughafen Incheon vor der Westküste des Landes technische Probleme gemeldet. Kurz danach verschwand das Flugzeug vom Typ Boeing 747-400F vom Radar. Es habe unter anderem Computer, Halbleiter sowie Farbe und Harzlösung geladen.

Ein Sprecher von Asiana Airlines bestätigte, dass die Gesellschaft rund eine Stunde nach dem Start einen Bericht über mögliche Probleme der Maschine erhalten habe. „Ein oder zwei Minuten danach verschwand das Flugzeug vom Radar.“

Der Pilot habe über dem Meer zum Flughafen in Cheju umkehren wollen. Ob der Absturz mit den Chemikalien an Bord zusammenhänge oder ein mechanisches Problem die Ursache gewesen sei, werde noch untersucht. Das Flugzeug war in der Früh von Incheon mit dem Ziel Schanghai gestartet.