Kämpfe in Mogadischu überschatten Hilfseinsatz

Nur einen Tag nach dem Start einer Luftbrücke für Hungernde in Somalia sind bei Kämpfen in der Hauptstadt Mogadischu fast 30 Zivilisten verletzt worden.

Truppen der Afrikanischen Union übernahmen dort heute mehrere bisher von der radikalislamischen Al-Schebab-Miliz gehaltene Verkehrspunkte, um Hilfsorganisation nach eigenen Angaben die Versorgung von notleidenden Menschen zu erleichtern. Daraufhin kam es zu heftigen Gefechten.

UNO will Luftbrücke ausweiten

Die UNO will ihre Luftbrücke für die Hungernden in Somalia voraussichtlich auf andere Landesteile ausweiten. Weitere Flugzeuge mit Hilfsgütern speziell für unterernährte Kinder könnten schon bald in die Grenzregion Dollo geflogen werden, sagte eine Mitarbeiterin des Welternährungsprogramms (WFP) heute.

Von dort sollen die Nahrungsmittel in andere somalische Gebiete transportiert werden, die besonders von der Dürre betroffen sind.

Warum Somalia so lange warten musste

Tag für Tag zeugen dramatische Bilder von hungernden Kindern in Ostafrika von der Dringlichkeit internationaler Hilfe für die Bevölkerung. Hilfsorganisationen kritisieren, dass diese viel zu spät kommt. Sie warnen schon seit langem vor einer katastrophalen Hungersnot - jedoch ohne großen Erfolg. Als man etwa Anfang des Jahres einen Hilfsaufruf für Kenia startete, „war einfach kein Interesse da“, sagte Walter Hajek vom Roten Kreuz gegenüber ORF.at.

Mehr dazu in „Zu viel geredet und zu wenig gehandelt“