Todesstrafen wegen Geiselnahme in Bagdader Kirche

Ein Dreivierteljahr nach der Geiselnahme in einer katholischen Kirche in Bagdad mit 68 Toten hat ein irakisches Gericht drei Angeklagte als Drahtzieher der Bluttat zum Tode verurteilt.

Nach Angaben eines Gerichtssprechers wurden die Männer für schuldig befunden, den Anschlag vom 31. Oktober geplant und vorbereitet zu haben. Selbstmordattentäter hatten damals Gläubige in der Kirche als Geiseln genommen und Stunden später ihre Sprengstoffgürtel zur Explosion gebracht.

Die Angeklagten können das Urteil einen Monat lang anfechten. Ein vierter Angeklagter wurde bereits zuvor zu 20 Jahren Haft verurteilt.