Onlineenzyklopädie Wikipedia verliert Autoren

Die Onlineenzyklopädie Wikipedia, an der jeder mitschreiben kann, hat in letzter Zeit mit dem sinkenden Engagement freiwilliger Helfer zu kämpfen. „Es ist keine Krise, aber wir müssen daran arbeiten“, erklärte Wikipedia-Gründer Jimmy Wales gestern am Rande der Jahreskonferenz der Organisation in Israel. Konkret solle das Bearbeiten von Artikeln in der Enzyklopädie vereinfacht werden, um die Editoren anzuspornen.

Laut Wales ist der typische Wikipedia-Editor „etwa 26, männlich und computer-affin und interessiert sich im Laufe der Zeit für andere Portale, heiratet und verlässt Wikipedia“. Andere Kontributoren würden sich zurückziehen, weil es nach zehn Jahren und rund drei Millionen Einträgen allein in englischer Sprache nur mehr weniger neuer Beiträge bedarf.

Ansporn durch „WikiLove“

Derzeit habe Wikipedia etwa 90.000 aktive Kontributoren. Bis Sommer 2012 wolle Wikipedia weitere 5.000 gewinnen, etwa über die Zusammenarbeit mit Universitätsprofessoren, die ihre Studenten beim Verfassen von Artikeln betreuen sollen.

Angespornt sollen die freiwilligen Schreiber auch durch die jüngst eingeführte Funktion WikiLove werden, bei der Nutzer dem Verfasser eines Artikels mittels verschiedener Icons ihre Anerkennung zeigen können, ähnlich dem „Like“-Button bei Facebook.