NASA-Raumsonde Juno zum Jupiter gestartet

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Die US-Raumfahrtbehörde NASA hat die Solarenergiesonde Juno auf eine fünfjährige Reise zum Jupiter, dem größten Planeten unseres Sonnensystems, geschickt. Eine „Atlas“-Rakete brachte die Sonde gestern vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida ins All. Die 1,1 Milliarden Dollar (773 Mio. Euro) teure Sonde soll die Umlaufbahn des Jupiters mit Hilfe ihres Solarantriebs im Juli 2016 erreichen.

Forscher erhoffen sich von der Mission Aufschlüsse darüber, ob der Gasplanet einen festen Kern aus schweren Elementen besitzt. Dazu soll die Sonde nach ihrer 675-Millionen-Kilometer-Reise den Jupiter ein Jahr lang umrunden und sich dabei dessen äußersten Atmosphärewolken auf bis zu 5.000 Kilometer nähern. Keine andere Raumsonde hat den Jupiter bisher so eng umkreist.

Junos Reise zu dem Gasriesen ist auch ein Flug in die Anfänge des Sonnensystems: Unter den acht Planeten gilt der Jupiter als der erste, der sich nach Entstehung der Sonne gebildet hat.

Der Jupiter weist einen Durchmesser von knapp 143.000 Kilometern auf und umkreist die Sonne in einer Entfernung von 740 bis 815 Millionen Kilometern. Zum Vergleich: Die durchschnittliche Entfernung zwischen Erde und Sonne beträgt rund 150 Millionen Kilometer. Der Jupiter ist der sonnennächste der vier „äußeren“ Planeten, zu denen auch Saturn, Uranus und Neptun gehören. Die Erde zählt mit Merkur, Venus und Mars zu den vier inneren Planeten.